FAQ's

Meist gestellten Fragen über das Thema Permanent Make-Up

Bei dem Tattoo und der Tätowierung sammeln sich Farbpigmente in der Haut an. Dabei gibt es einige Arten von Tattoos:
– Künstlerische Tätowierungen, wie etwa Art-Tattoo und Body-Art werden von kompetenten Tätowierern durchgeführt. Hierzu zählen ebenso Temptoo, Bio-Tattoo, Henna-Tattoo als semipermanente Tattoos.
– Unter Permanent Make Up versteht man semipermanente Pigmentierungen im Gesichtsbereich bei den Lidstrichen, Augenbrauen, Camouflagen, Rouge und Lippen.
– Das medizinische Permanent Make-up kommt bei Pigment- und Narbenflecken-Camouflage, Vitiligo-Camouflage, Rekonstruktion von Brustwarzen nach Schönheits- und Krebsoperationen sowie Körperhaut-Pigmentierungen zum Einsatz.
– Im Kopfbereich wird das Permanent Make-up als Trichopigmentation bezeichnet. Hier wird es bei der Narbencamouflage am Kopf, Haarimitation statt oder nach der Haartransplantation und der Glatzenkaschierung angewendet.
– Die manuelle Pigmentierung beziehungsweise das Microblading stellt heutzutage ein populäres Verfahren der Pigmentimplantierung durch spezielle Skalpelle und Klingen dar.
– Oft kommen versehentliche Tätowierungen durch Unfälle, wie beispielsweise einer Pulverexplosion zustande.

Die Haltbarkeit einer Tätowierung richtet sich nach den folgenden Aspekten:
– Tiefe der Implantierung der Farbpigmente: Umso tiefer man das Tattoo sticht, desto länger ist es haltbar. Pigmente, die zu tief implantiert sind, halten permanent. Diese werden jedoch häufig bläulich, was beispielsweise beim Permanent Make-up unangenehm ist.
– Dichte der Pigmentierung und Tätowierung: Dicht ausgemalte, flächige Bereiche haben eine längere Lebensdauer im Vergleich zu luftigen, leichten Schattierungen.
– Eingesetzte Pigmente: Im Gegensatz zu den Permanent Make-up Pigmenten halten die Tattoofarben länger, weil ihre Partikel größer sind.
– Haut: Umso feinporiger und trockener die Haut, desto länger ist das Permanent Make-up und Tattoo haltbar. Je großporiger und fettiger die Haut, desto rascher die Verstoffwechselung und der Abbau der Pigmente.
– Umwelteinflüsse: Chlor, Meerwasser, Sonne und weitere äußere Einwirkungen beeinflussen auch die Haltbarkeit des Permanent Make-ups und der Tätowierungen.

Jedoch verblassen Pigmentierungen und Tattoos fast nie restlos, außer, es wurde ein leicht und sehr oberflächlich implantiertes Permanent Make-up angebracht. Allerdings gibt es keine temporären Tattoos, die sich selbst auflösen, was jedoch fälschlicherweise manche Tätowierer versprechen. Denn bei diesen Tätowierungen platziert man die Tattoo-Farbe geradezu oberflächlich, damit erwartungsgemäß durch die natürliche Hauterneuerung im Lauf der Zeit ein Verblassen und ein Herauswachsen nach oben erzielt werden. Oft klappt das nicht, da das Tattoo lediglich stellenweise verblasst. Das sorgt für zu unangenehmen, fleckigen Restpigmentierungen. Außerdem gibt es keine selbst auflösenden Farben. Dabei ist es egal, ob es um ein künstliches oder biologisches Pigment geht.

Beschwerden und Umständen:
– Bindehautentzündung
– akuter Herpes Zoster oder Simplex
– Immunschwäche
– Infekte durch Viren, Pilze oder Bakterien
– Hautkrankheiten im Anwendungsbereich, wie etwa Sonnenbrand, Hautgeschwülste, Blutergüsse und lokale Dermatitis
– Strahlen- oder Chemotherapie
– plastische Chirurgie
– nicht stabilisierte Narben
– Menstruation
– Schwangerschaft

Absolute Kontraindikationen:
– Hautkrankheiten im Behandlungsbereich, wie beispielsweise Muttermale, Sommersprossen, erhöhte Gefäßgeschwulste, Kelloide, Melanome, Warzen, Impetigo, Eitergrind, Nesselausschlag, Naevus, Psoriasis oder Hautkrebs

Behandlung unter Aufsicht von Ärzten:
– Blutererkrankung
– Diabetes
– HIV
– Herzbeschwerden
– nicht diagnostizierte Hautläsionen oder Hautveränderungen im Behandlungsbereich und weitere chronische Bedingungen

Wichtig ist, eine Woche vor der Behandlung Sonne und UV-Strahlung zu vermeiden. Außerdem wird unbedingt dazu geraten, auch keine Schäl- und Peelingkuren durchzuführen. Wer zu Herpes neigt, dem wird empfohlen, vor der Therapie an den Lippen entsprechende präventive Maßnahmen vorzunehmen, sodass nach der Behandlung kein Herpes ausbricht. Die Einnahme von dem verschreibungspflichtigen Antibiotika Acyclovir ist ratsam, welche vor der Lippenbehandlung innerhalb von vier bis fünf Tagen und zwei bis drei Tage nach der Pigmentierung erfolgen sollte.

Am Behandlungstag wird dringend empfohlen, weder Kaffee noch koffeinhaltige oder teinhaltige Tees oder Softdrinks zu trinken. Zudem sollten keine gefäßerweiternden und blutverdünnenden Mittel, wie Alkohol und Aspirin zu sich genommen werden. Denn sonst können bei der Behandlung Blutungen auftreten.

Auf keinen Fall darf eine Pigmentierung an einer erkrankten oder verletzten Haut vorgenommen werden. Wenn dem so ist, muss die Behandlung an einem anderen Termin erfolgen.

Ist im Körper der Säure-Basen-Haushalt nicht ausgeglichen, bleiben eventuell die Pigmente keineswegs in der Haut. Besteht der Verdacht auf Übersäuerung, dann wird drei bis vier Wochen vor der Behandlung zu einer Basenkur mit Basenkapseln oder basischen Tees geraten.

Es wird unbedingt empfohlen, kurz vor der Monatsblutung keinen Behandlungstermin zu vereinbaren. Denn der Körper der Frau ist in dieser Zeit besonders schmerzempfindlich, sodass die Behandlung ganz unangenehm werden kann.